Der Wald

Über dieses kleine Brückerl kommt man am bequemsten und trockenen Fußes in den Wald. Viele Kinder kraxeln aber lieber über den Bach auf die andere Seite und haben schon ihre eigenen Stellten, wo für sie die Querung am besten passt.

Natürlich kann man im Wald auch viel entdecken – von Schneckenhäusern bis Zapfen und Bockerln, von Moosen der unterschiedlichsten Farben und Formen bis zu kleinen und größeren Insekten. Im Sommer 2015 erlebten Amina und Amelie ein besonderes Abenteuer bei einem ihrer Waldspaziergänge. Gerade bei einer eher steileren Stelle entdeckten sie den Schädelknochen eines Tieres. Nachdem sie sich vom ersten Schrecken erholt, genauer umschauten, sahen sie, dass der Waldboden voller Knochen war. Ganz aufgeregt kamen sie zurück und wir beschlossen alle gemeinsam noch mal zu der Stelle zu gehen – ausgerüstet mit Gummihandschuhen und Sackerln. Die beiden Mädchen fanden die Stelle auch wirklich wieder und wir sammelten alle Knochen ein, die wir an dieser Stelle finden konnten. Daheim, in Seifenwasser ausgekocht, ergaben die vielen Knochen ein wirklich sehr ansehnliches Skelett. Wir wissen allerdings bis heute nicht, von welchem Tier diese Knochen stammen, ob es ein kleines Reh, oder ein Fuchs, oder ein ganz anderes Tier war.

Aber es lässt sich im Wald auch prächtig spielen, zurückziehen und Häuser bauen. In den letzen Jahren sind im Wald richtige kleine Dörfer entstanden.

Natürlich gilt für Walderkundungen das gleiche wie für Bachwanderungen: Die Kinder müssen mir sagen, dass sie in den Wald gehen und sie müssen mindestens zu zweit sein.

Der Wald bietet Rückzug und Abenteuer, wird zu geheimen magischen Welten, in denen alles vorkommt und lebt, was die eigene Phantasie zulässt. Ein einfaches Stück Holz oder ein Stock kann zum Spielzeug für Stunden werden. Da vermissen die Kinder kein Handy, keine X-Box und kein Nintendo.